Heilpraktiker Berufshaftpflichtversicherung und Fadenlifting

Einige Heilpraktiker sind zunehmend auch im Bereich der kosmetisch/ästhetischen Behandlungen tätig. Hierfür bieten einige der erfahrenen Berufshaftpflichtversicherer die Mitversicherung von diversen minimal-invasiven “Schönheitsbehandlungen” an. Unter anderem beispielsweise Faltenunterspritzungen mittels Hyaluronsäure.

Heilpraktiker mit kosmetisch/ästhetischen Behandlungen OHNE Fadenlifting, erhalten auf einer anderen Seite ausführlichere Informationen ===> hier bitte weiterlesen

Doch wie steht es um das in Versichererkreisen als problematisch angesehene Fadenlifting? Wieso erhalten hierzu Heilpraktiker bei Ihrer Anfrage auf eine Mitversicherung immer wieder Ablehnungen?

Das hat verschiedene Gründe.

Hierzu wurde uns zum Beispiel das Folgende mitgeteilt:

“Ohne genaue Kenntnisse der Anatomie und Erfahrungen in der Anwendung und/oder operative Praxis aus der Durchführung konventioneller Operationen im Gesichts- und Halsbereich sollte diese Methode nicht durchgeführt werden. Mögliche Komplikationen sind Verletzungen und oder Fehlplatzierungen der Fäden unter Tangierung insbesondere kritischer Strukturen, etwa des Nervus Facialis (Gesichtsnerv), der Speicheldrüse, der Halsschlagader, der Schilddrüse und der die Schilddrüse durchziehenden Nerven zur Versorgung der Stimmlippen. Irritationen der Gesichtsnerven können zu (reversiblen) mehrmonatigen Lähmungserscheinungen der mimischen Muskulatur im Gesicht (Facialis-Parese) oder zu einem Guillain-Barré-Syndrom führen.”

Es gibt aber auch gegenteilige Ansichten. So teilte ein anderer Versicherer mit:

“Wir werden zukünftig auch Heilpraktiker, die Fadenlifting durchführen, unter bestimmten Voraussetzungen versichern. Das Tätigkeitsfeld vieler Heilpraktiker hat sich aufgrund der gesellschaftlich zunehmenden Nachfrage nach Schönheitskorrekturen (überwiegend im Bereich der Falten- und Fettreduktion) messbar verändert. 

Eine der neueren Entwicklungen ist die Durchführung von Fadenlifting. Dabei werden PDO-Fäden (Polydioxanone / Operationsfäden) oder Poly-Milchsäure-Fäden durch feine Mikronadeln unter die Haut gebracht. Die Fäden verankern sich im Unterhautgewebe und die Nadel kann wieder herausgezogen werden. Durch die Kombination aus dem Lifting-Effekt und der Kollagensynthese entsteht ein körpereigenes Zuggerüst. 

Nach etwa zwei Jahren Beobachtungsphase (Schadenhäufigkeit, Marktbeobachtung) wollen wir nun für Heilpraktiker Versicherungsschutz auch für Fadenlifting (nur bei Verwendung resorbierender Fäden wie PDO-Fäden oder Polymilchsäure-Fäden!) anbieten. Da es sich um ein relativ neues und tiefgreifendes Verfahren handelt, sind an das Angebot besondere Voraussetzungen geknüpft.”

Beiträge:
  • Je nach Deckungsumfang bzw. Höhe der vereinbarten Versicherungssumme in Höhe von 3 oder 5 oder 7,5 Mio. Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, der vereinbarten Laufzeit und weiterer Ausgestaltungen kann das Risiko Fadenlifting einschließlich der “konventionellen” Heilpraktiker Berufshaftpflichtversicherung ab rund 519,- Euro jährlich inklusive 19 % Versicherungssteuer vereinbart werden (inkl. diverser Sonderrabatte). Weitere Informationen im Detail erhalten Sie auf Nachfrage.   

  • Neben dem Fadenlifting sind pauschal siebzehn weitere kosmetisch/ästhetische Behandlungsformen mitversichert. Wie oft diese durchgeführt werden oder ob “Schönheitsbehandlungen” nur teilweise oder (ganz) überwiegend durchgeführt werden, ist hierbei unerheblich!

Maßnahmen

Gerne erhalten Sie weitere Informationen im Detail und unterbreiten Ihnen einen ausführlichen Vorschlag.

Angebotsanfrage

          

 

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Lothar J. Riesterer

Lothar J. Riesterer

Nach seiner Ausbildung bei der Deutschen Krankenversicherung AG, war der Autor mehrere Jahre als KV-Spezialist für Vertriebspartner der DKV AG tätig. Im Anschluss daran war er in unterschiedlichen Positionen innerhalb der Versicherungswirtschaft im Innen- und Außendienst tätig. Weitere Erfahrungen sammelte er 9 Jahre lang als angestellter Unternehmensberater in der Schweiz, und hat von dort für Firmen neutrale Versicherungsgutachten erstellt und komplexe Risk-Management-Beratungen durchgeführt. Später machte er sich mit einer Versicherungsmaklerfirma und als Dozent und Referent selbstständig und hat sich hierbei auf die Zielgruppe der Heilberufe bzw. Gesundheits(fach)berufe spezialisiert.

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